Anti-Life-Politiker Nancy Pelosi: Ausschluss vom Kommunionempfang

22. Mai 2022
Quelle: fsspx.news

Die US-amerikanische Politikerin Nany Pelosi (geb. 1940) – Tochter italienischer Einwanderer – ist eine der prominentesten Katholiken im öffentlichen Leben in den USA. Sie ist Sprecherin des Repräsentantenhauses, der ersten Kammer des US-Kongresses. Sie vertritt seit Jahren lebensfeindliche Positionen beim Thema Abtreibung, die im Gegensatz zur kirchlichen Lehre stehen. Deswegen hat der Erzbischof von San Francisco, Msgr. Salvatore Cordileone ihr jetzt in einem Hirtenbrief den Empfang der heiligen Eucharistie verboten. 

Nancy Pelosi ist Sprecherin des Repräsentantenhauses, der ersten Kammer des US-Kongresses. Damit ist sie nach dem Präsidenten der bedeutendste Amtsträger im amerikanischen Verfassungssystem. 

Die ursprünglich aus New York stammende Politikerin vertritt einen kalifornischen Wahlkreis und wohnt in der Erzdiözese San Francisco. Sie vertritt seit Jahren lebensfeindliche Positionen beim Thema Abtreibung, die im Gegensatz zur kirchlichen Lehre stehen. Deswegen hat der Erzbischof von San Francisco, Msgr. Salvatore Cordileone (geb. 1956) jetzt in einem Hirtenbrief ihr den Empfang der heiligen Eucharistie verboten. 

Erzbischof Cordileone sagte in einer Presseerklärung:

Nach zahlreichen Versuchen, mit Sprecherin Pelosi zu sprechen, um ihr zu helfen, das schwere Übel, das sie begeht, den Skandal, den sie verursacht und die Gefahr für ihre eigene Seele, die sie riskiert, zu verstehen, habe ich beschlossen, dass sie nicht zur Heiligen Kommunion zugelassen wird.

Canon 915 des Kirchenrechts von 1983 sagt:

Zur heiligen Kommunion dürfen nicht zugelassen werden Exkommunizierte und Interdizierte nach Verhängung oder Feststellung der Strafe sowie andere, die hartnäckig in einer offenkundigen schweren Sünde verharren.

Über die Anwendung dieses Kanons besteht in der US-amerikanischen Bischofskonferenz ein regelrechter „Kulturkampf“.  

Der Erzbischof von San Francisco hat jetzt seiner Pflicht als Hirte entsprochen und die Entscheidung getroffen, die ihm allein zukommt. Seit Jahren mahnt Leo Kardinal Burke – als emeritierter Präfekt der Apostolischen Signatur einst der Oberste Richter der Kurie – in der Abtreibungsfrage das Kirchenrecht konsequent anzuwenden.  

In einer Stellungnahme vom April 2021 sagte er:

Es wird manchmal gesagt, dass die Verweigerung der heiligen Kommunion für Politiker, die unbelehrbar in schwerer Sünde verharren, der Gebrauch der heiligen Kommunion durch die Kirche für politische Zwecke sei. Im Gegenteil dazu ist es jedoch die ernsthafte Verantwortung der Kirche, die Heiligkeit der heiligen Eucharistie zu bewahren, die Gläubigen davon abzuhalten, ein Sakrileg zu begehen und einen Skandal unter den Gläubigen und anderen Personen guten Willens zu verhindern. 

Es ist vielmehr der katholische Politiker, der, indem er öffentlich und hartnäckig das fördert, was dem moralischen Gesetz widerspricht, und es dennoch wagt, sakrilegisch die heilige Kommunion zu empfangen, die heilige Eucharistie für politische Zwecke benutzt. Mit anderen Worten: Der Politiker stellt sich als frommer Katholik dar, während die Wahrheit ganz anders ist.