Die Apostel der letzten Zeiten

07. August 2021
Quelle: FSSPX Spirituality

Der heilige Ludwig Maria Grignion de Montfort gibt denen, welche sich in diesen letzten Zeiten der Muttergottes ganz und gar weihen, einen besonderen Namen: „Apostel der letzten Zeiten“ und beschreibt auch das Wie ihrer Antwort, ihre Qualitäten und ihre Herzenshaltung.

Er ist sich dabei völlig bewusst um die Rolle der Immaculata im Endkampf. Es geht um die Rückkehr der Menschen zu Gott in einer besonderen Stunde der Menschheit, nämlich der letzten.

Die Parusiereden Jesu, die verschiedenen Texte in den Apostelbriefen, sowie insbesondere das Buch der geheimen Offenbarung enthüllen uns diese Zeiten als die Apotheose der Gewalt Satans, sein letztes Sich Aufbäumen.

Inmitten des scheinbar totalen Sieges des Widersachers erscheint der „König der Könige, der Herr der Herren“, der den Endsieg herbeiführt, der unmittelbar das letzte Gericht und die Ewigkeit heraufführt.

Es ist nur logisch, wenn die allerseligste Jungfrau der Weg ist, auf dem Gott zu uns herabkommt, so ist sie auch der Weg, auf dem wir zu Gott zurückkehren. Dabei ist die wichtigste Etappe dieses Weges die letzte, gleichsam die Gipfelbesteigung.

Das erste Merkmal des treuen Christen in den letzten Zeiten ist der apostolische Geist. In Fatima bildet die Muttergottes selber die kleinen Kinder als Apostel, indem sie sie herausreißt aus dem „privaten“, persönlichen religiösen Leben und sie mitten in die größten Anliegen der Seelen, der Kirche, der ganzen Welt stellt.

200 Jahre zuvor sieht der heilige Ludwig, wie die „Diener, Sklaven und Kinder Mariens“ in die Welt hinausgehen, um die wahre Andacht zu Maria zu predigen und so dem Teufel den Kopf zu zertreten. „Sie werden wie Donnerwolken sein, die beim leisesten Windhauch des Hl. Geistes ins Weite fliegen, um das Wort Gottes auszusäen und das ewige Leben zu bringen.“

Diese Sendung als Apostel Mariens konkretisiert sich als eine Teilnahme am Endkampf, der Entscheidungsschlacht in den letzten Zeiten zwischen dem Teufel und der Immaculata, die dem Teufel den Kopf zertritt. Die „Beute“, um die alles geht, sind die Seelen.

Nicht umsonst zeigt Maria in Fatima den Kindern die Hölle und die Seelen, welche wie in einem Wirbelwind in die Hölle gehen. Die ganze Botschaft von Fatima ist ein Alarmruf der Mutter, welche ihren Kindern die große Gefahr zeigt und sie davor retten will.

Die Erscheinung vom 13. Juli beschreibt die Apotheose, den fast totalen Sieg Satans durch seine Helfershelfer, den materialistischen Atheismus, welcher die Welt regiert. Dem gegenüber steht das Unbefleckte Herz Mariä als die einzige von Gott gegebene Rettung und der sichere Sieg.

Der hl. Ludwig macht klar darauf aufmerksam, dass dieser Kampf ein furchtbarer ist. „Endlich muß Maria furchtbar werden wir ein bewaffnetes Heer, gewaltig wie eine Armee, bereit zum Kampf gegen Satan und seinen Genossen, besonders in jenen letzten Zeiten, da der Teufel genau weiß, daß Ihm nur noch wenig Zeit gegeben ist (siehe Apok 12,12), um die Seelen zu verderben.

„Deshalb wird er jeden Tag die grausame Verfolgung verdoppeln und den treuen Dienern und wahren Kindern Mariens furchtbare Fallen stellen, da er diese viel schwieriger besiegen kann als alle anderen. Gerade bezüglich dieser letzten und grausamen Verfolgungen des Teufels, welche sich täglich vermehren bis zur Regierung des Antichristen, muß man jene erste und berühmte Verheißung und Verfluchung Gottes verstehen, welche er im irdischen Paradies gegen die Schlange ausgesprochen hat: Feindschaft will ich setzen zwischen dir und dem Weib.“

Deshalb werden die Apostel der Muttergottes ein Zeichen des Widerspruchs sein: „Für die Armen und Kleinen werden sie der Wohlgeruch Christi sein, hingegen für die „Großen dieser Welt“, die Reichen und Stolzen, werden sie Todesgeruch sein.

„Sie werden wie Donnerwolken sein, die beim leisesten Windhauch des Hl. Geistes ins Weite fliegen, um das Wort Gottes auszusäen und das ewige Leben zu bringen. Sie werden gegen die Sünde donnern, sie werden gegen die Welt dröhnen, sie werden den Teufel und seine Anhänger bekämpfen, sie werden, sei es zum Leben oder zum Tod, mit ihrem zweischneidigen Schwert des Wortes Gottes alle durchstoßen, zu denen sie gesandt sind von Gott.“