Die drei Auferstehungen der Gottesmutter

18. April 2020
Quelle: fsspx.news

Das Leben Christi war ein ungebrochener Pfad der Trauer, mit dem Maria eng verbunden war. David beschreibt die Seele Christi als „im Sumpf der Tiefen“ der Sündhaftigkeit des Menschen versunken, wo es weder einen Platz für die göttliche Wahrheit noch eine Treue zum göttlichen Gesetz gibt (siehe Ps. 68,3).

Die Seele Christi litt unter dem „Sturm“ der Widerstaende der Menschen gegenueber dem göttlichen Willen, ihrer Ablehnung der göttlichen Weisheit und ihrem Hass gegenueber denen, ihr Übel kritisieren (siehe Joh. 7,7). Trotz des Tumultes rasender Sünder, die ihn umgaben, lebte die Seele Christi in vollkommener Ruhe, ganz auf das Ziel seines endgültigen Sieges über alle Sünde und schließlich den Tod selbst fixiert: „Ich bin die Auferstehung und das Leben, und wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er tot ist: Und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird nicht für immer sterben“ (Joh. 11,26).

Dies ist die erste Auferstehung Mariens, denn gestorben für die Welt lebte sie ganz mit Christus. Allen Trostes beraubt und trauernd mit dem Mann der Schmerzen, glaubte sie fest daran, dass er der „Gott der Lebenden und nicht der Toten“ war. Sie war für alle weltlichen Dinge tot und besaß sein ewiges Leben inmitten der Stürme, die ihn umgaben. Sie glaubte dies blind, obwohl sie weder in irgendeinem Geschoepf noch in Gott selbst Trost finden konnte, denn Ihr Gott war gekreuzigt. Diese erste Auferstehung Mariens war die göttliche Hoffnung auf seine zukünftige Auferstehung, von der sich ihre Seele nie entfernte. Sie war die Mutter, „die unter dem Kreuze Jesu stand“.

Die zweite Auferstehung Mariens war die Verwandlung ihrer Seele voller Schmerzen in einen Ozean der Glückseligkeit durch die Gegenwart des auferstandenen Erlösers im Augenblick seiner tröstenden Erscheinung seiner Mutter nach seiner Auferstehung. Diese Betrachtung seiner Schönheit, die durch die Auferstehung verstärkt wurde, verwandelte die Bitterkeit der Trauer in einen so mächtigen Trost, dass sie zur Mutter der Barmherzigkeit, zur Trösterin der Betrübten und zur Hilfe der Christen wurde. Ihre Seele wurde fähig, das Leid von tausend sündigen Welten zu trösten. So wurde sie zur Mittlerin unserer eigenen geistlichen Auferstehung, obwohl wir in diesem Tal der Tränen leben und die Kämpfe des Lebens fast pausenlos austragen muessen.

Die dritte Auferstehung Mariens steht noch aus. Sie wird der Augenblick sein, in dem die großen Leiden Ihres Unbefleckten Herzens durch den Triumph Christi und seiner Kirche verwandelt werden. Maria, die mit Christus im Himmel glorreich regiert, lebt noch immer in der Hoffnung auf diese zukünftige Auferstehung. Sie betrachtet die Schmerzen ihrer Diener auf Erden als ihre eigenen. Alle Bemühungen ihrer Kinder um die Ankunft des Königreichs Christi sind von der Königin des Himmels eingegeben.

In der Praxis sollten wir alles im Licht dieser letzten Auferstehung tun, die der Triumph des Unbefleckten Herzens Mariens ist. Lasst uns alle legitimen Mittel ergreifen, um Maria um uns herum bekannt und geliebt zu machen, insbesondere durch die Verteilung der Wundertaetigen Medaille und durch unser Gebet.