Die Pandemie und Fatima

13. Mai 2020
Quelle: fsspx.news


 

Maria Vermittlerin aller Gnaden

Am Fest Maria Verkündigung, dem 25. März 2020  weihte Kardinal Antonio Marto, Bischof von Fatima Leiria Portugal, Spanien und 22 weitere Nationen den vereinten Herzen Jesu und Mariens, um die Fürsprache des unbefleckten Herz Mariens gegen die Pandemie zu erflehen.

So hat man sich in dieser Not des Aufrufs der kleinen Jacinta erinnert, die vor ihrem Tode ernsthaft mahnte: „Sage allen, dass Gott uns seine Gnaden durch das unbefleckte Herz Mariens gewähren will; man soll alles von ihr erbitten; man soll den Frieden vom Herzen Mariens erflehen, denn Gott hat alles ihr anvertraut.“

Covid-19, eine Strafe Gottes?

Am 13. Juli 1917 hat Maria die Welt beschworen: „Wenn man nicht aufhört, Gott zu beleidigen, wird ein anderer, schlimmerer Krieg beginnen… Gott wird die Welt für ihre Verbrechen durch Krieg, Hungersnot, Verfolgungen der Kirche und des Heiligen Vaters strafen…“ Man hat aber nicht aufgehört, Gott schwer zu beleidigen, sondern man hat im Gegenteil durch Glaubensabfall, Lästerungen und Missachten aller Gebote Gott verachtet, was nichts anderes als ein bemäntelter Gotteshass ist, und zwar offiziell und von ganzen Nationen.

In der Votivmesse zur Abwehr ansteckender Krankheit Recordare, Domine (Nr. 23 im Röm. Messbuch) ist mehrmals die Rede vom Zorn Gottes, der die Sünder, um sie zur Umkehr zu bewegen, durch Seuchen, Hunger und Krieg straft, und diese Geißeln zurücknimmt, sobald sich das Volk bekehrt. Dieser Gedanke wird heute vehement zurückgewiesen, weil er nicht in das moderne Gottesbild der Menschen passt.

Was ist der Zorn Gottes?

Der Zorn Gottes ist nicht zu vergleichen mit einer menschlichen Wut als Ausdruck der Unbeherrschtheit, sondern er ist im Gegenteil ein Ausdruck der Liebe Gottes. Gott versucht wie ein liebender Vater, seine Kinder mit Güte zu ermahnen. Wenn jedoch diese Milde missachtet wird, muss der Vater stärkere Töne anschlagen und Strafen androhen, damit die Kinder sich bewusst werden, dass es ernst ist. So greift auch Gott aus liebender Sorge gegenüber uns Menschen zu diesem letzten Mittel der Strafen, um uns, seine Kinder zur Umkehr zu bewegen und uns retten zu können.

Eigentlich wären furchtbare Strafen als Ausdruck des gerechten Zornes Gottes jetzt wohlverdient, aber es kommt nur dieses kleine Virus. Was ist da geschehen? Diese Milde ist nichts anderes als das sanfte Einschreiten einer mütterlichen Liebe, offensichtlich der Gottesmutter. Sie will der Menschheit nochmals eine letzte Chance geben, dass wir diese Pandemie, die alle Völker wahrgenommen haben, als Warnung ernst nehmen. Seit dem zweiten Weltkrieg ist es durch wachsenden Wohlstand und den Fortschritt der Technik immer aufwärts gegangen. Die Menschen fühlten sich so sicher, dass sie Gott wirklich vergessen haben. Nach 75 Jahren ist das heutige Geschehen der erste Schock, der die ganze Welt getroffen hat und zu einer ernsthaften Besinnung hätte führen sollen. Dem mütterlichen Herzen Mariens haben wir diese Gnadenfrist zu verdanken.

Den Rosenkranz neu entdecken

Vielerorts hat man die Kirchen buchstäblich verschlossen, so dass niemand mehr Zugang zu den Sakramenten erhielt. Da blieb unseren Gläubigen noch der Rosenkranz, den uns niemand nehmen kann. Nicht nur als Bittgebet, sondern auch als Hilfe zur Betrachtung und Vertiefung der Erlösungsgeheimnisse und ganz allgemein als Verbindungskette mit dem Himmel.

Somit wird die Botschaft von Fatima in dieser Krisenzeit von Covid-19 mehr denn je aktuell!