Eine Nonne wirbt für das Priestertum von Frauen

24. Januar 2023
Quelle: fsspx.news
Abtei von Sainte-Hildegarde

Die ehrwürdige Nonne Philippa Rath, eine deutsche Benediktinerin aus der Abtei St. Hildegard in Eibingen bei Rüdesheim am Rhein im Bistum Limburg, setzt sich für eine Reform der Kirche ein. Weshalb sie das tut, erklärt sie in einem Interview mit der Zeitung „Welt am Sonntag“.

„Das Ziel meines Engagements ist die Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern", sagte sie in dem Gespräch. Dazu gehöre auch die Zulassung von Frauen zum Priesteramt, betonte die Ordensfrau, die im deutschen Synodenweg eine führende Rolle spielt. Schwester Philippa: „Als ich vor drei Jahren im Eröffnungsgottesdienst des Synodalen Weges erklärte, dass die Geschlechtergerechtigkeit die entscheidende Frage für die Zukunft der Kirche ist, stand ich ziemlich allein da. Heute sehen der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Georg Bätzing, und viele andere Verantwortliche die Dinge genauso.“ 

Philippa Rath sagte, es sei ein Erfolg, dass das Thema endlich auf dem Tisch liege und nicht mehr unter den Teppich gekehrt werden könne. 

Sie selbst sei davon überzeugt, „dass ich es noch erleben werde, die ersten geweihten Frauen zu sehen“, sagte die Benediktinerin, deren Buch „Weil Gott es will: Frauen sprechen über ihre Berufung zu Diakonen und Priestern“ 2021 veröffentlicht wurde. Und: „Entscheidend ist nicht das Geschlecht, sondern die Tatsache, dass wir Menschen sind. Schließlich hat sich Gott, wie wir im Glaubensbekenntnis bekennen, zum Menschen gemacht und nicht zum Mann [männlich].“ 

Schwester Philippa sprach sich dann für die Option des Pflichtzölibats für Priester aus. In diesem Zusammenhang verwies sie auf einen Text des Priesterforums des Synodalen Weges.  

Darin würdigte sie, wie „gesegnet, erfüllend und sinnvoll“ ein Leben im Zölibat sei. Als Benediktinerin könne sie dies durch ihr Leben bezeugen. „Entscheidend ist jedoch, dass wir Ordensleute den Zölibat freiwillig und in Gemeinschaft leben. Viele Priester hingegen haben ihn als notwendiges Übel akzeptiert. Wenn ich so viele einsame Priester sehe, schaudert es mich. Andere führen ein Doppelleben. Ich kann mir vorstellen, dass das genauso belastend ist.“

Die Kirche wird immer existieren, „weil die gute Nachricht von Jesus immer noch relevant ist und bleibt“, betonte Schwester Philippa. „Aber die Form der Kirche wird sich ändern. Viele etablierte Formen stehen kurz vor dem Zusammenbruch. Dann wird etwas Neues entstehen können.“ 

Festzuhalten ist: Diese Nonne hat offensichtlich schlichtweg ihren Glauben verloren. Außerdem will sie anmaßender Weise die „Form der Kirche“ ändern, das heißt, sie will es besser wissen und machen als Jesus Christus, der Sohn Gottes.