Fest der Unbefleckten Empfängnis in Palayamkottai (Indien)

2018
Quelle: fsspx.news

Magister adest et vocat te!

Der Meister ist da und ruft dich (Johannes 11, 28)

Ungeachtet der Vielfalt ihrer Fähigkeiten und Talente, der Unterschiede in Nationalität und Zeit, liegt  tief im Herzen vieler Menschen ein unbeschreiblicher, ja manchmal kaum wahrnehmbarer und bisweilen durch seine Sonderbarkeit nicht zu durchschauender Drang, dem Ruf dieses wunderbaren Meisters zu folgen. 

Zahlreiche Menschen haben den Ruf ignoriert, viele haben ihn missverstanden, andere verschmäht. Aber er ist da - Vocat te! Sein Ruf. Nur sehr wenige sind ihm gefolgt und haben erwidert: „Hier bin ich“. Dieses Mysterium der Seelen, die sich weiter und höher zu dem unendlich Guten aufschwingen, ist sehr selten geworden. Es ist aber glücklicherweise nicht ganz verloren gegangen.

Genau hiervon wurden wir in unserer Kapelle am Fest der Unbefleckten Empfängnis Zeugen - ohne Zweifel ein kostbares Geschenk unserer allerheiligsten Mutter.

Endlich kam dieser lang ersehnte und von der Mission so gründlich vorbereitete Tag. Zwei Priester legten ihr ewiges Treueversprechen gegenüber der Priesterbruderschaft St. Pius X. ab, eine Schwester legte ihr ewiges Gelübde bei den Trösterinnen des Heiligsten Herzen Jesu ab, und zwei weitere ihre ersten Gelübde bei dem selben Orden. All dies ereignete sich während eines gesungenen Hochamtes mit Hw. P. Emmanuel du Chalard, bei dem Hw. P. Daniel Couture (Diakon) sowie Hw. P. Robert Brucciani (Subdiakon) assistierten.

Die ewigen Gelübde von Sr. Maria Immaculata hinterließen einen bleibenden Eindruck bei den Gläubigen, geschah dies doch zum ersten Mal in unserer Mission. Es ist ganz offensichtlich, dass diese ewigen Gelübde ein krönendes Geschenk sind für ihre Ausdauer im Ordensleben während all dieser Jahre, und das unerschütterliche Vertrauen in das Heiligste Herz und seine andauernde liebevolle Zuwendung in den noch kommenden Jahren, bis sie schließlich ihrem Bräutigam in einem ihr dann nicht mehr unbekannten Land begegnen wird.

An den heutigen Tag werden sich alle erinnern als an den Tag, als der Meister kam, nicht um zu unterwerfen sondern um einzufordern! Er kam in sein Eigentum und die Seinen nahmen Ihn auf!

Heute vereinen wir uns mit dem Chor vieler Generationen von glühenden gottgeweihten Seelen, welche auf den Ruf des Meisters gehorcht haben und ihm gefolgt sind.

Wir danken heute unserem geliebten Gründer, der in uns allen den wahren Geist der Religion entzündet hat. Durch ihn sind wir mit der „Quelle allen Lichtes“ gesegnet!

All unseren lieben jungen Männern und Damen schicke ich diese Nachricht in ihre Mailbox: „Magister adest et vocat te!“

 

P. Therasian Babu