Große und Kleine dienen Ihr - Fest Maria Schnee

05 August, 2019
Quelle: fsspx.news

Die Katholische Kirche ist römisch. Gottes Vorsehung wollte, dass der erste Stellvertreter Christi, der hl. Petrus starb in Rom und mit seinem Blute den Sitz der katholischen Autorität besiegelte. Und am selben Tag gab der Apostel der Heiden, der hl. Paulus, in derselben Stadt sein Leben hin, und bezeugte damit vor aller Welt, dass der Herr Rom zum Zentrum der Christenheit bestimmt hat. Obwohl durch das Märtyrerblut der beiden Apostelfürsten im Jahre 63 n. Chr. geweiht, wird es noch 4 Jahrhunderte dauern, bis Rom von einer Stadt voller heidnischer Tempel zur Hüterin der Wahrheit umgestaltet werden konnte.

Das große Zeichen und Werkzeug dieser gänzlichen Verwandlung ist die Entstehung der wichtigsten der Muttergottes geweihten Basilika – Santa Maria Maggiore. Es war das erste große Heiligtum innerhalb der Mauern der alten heidnischen Stadt und die wichtigste Marienkirche (maggiore), dazu bestimmt, die vielen Tempel der unreinen heidnischen Göttinnen zu ersetzen. Neben ihrer Vorrangstellung in Bezug auf Größe, Lage und Bedeutung, die ihr von den Päpsten beigemessen wird, beherbergt sie die wertvollste Reliquie Mariens, die Krippe von Bethlehem. Erbaut von Papst Liberius (352 - 366), wurde ihr der Titel "Kirche der Gottesgebärerin" anlässlich des allgemeinen Konzils von Ephesus (431) gegeben, wo dank der Definierung des Dogmas der Mutterschaft Mariens der Ketzerei des Nestorianismus ein Ende gemacht wurde.

Santa Maria Maggiore hatte einen wundersamen Anfang.  Der reiche römische Patrizier Johannes und seine kinderlose Frau gelobten, der allerseligsten Jungfrau ihr ganzes Vermögen auf dem Esquilin, einem der sieben Hügel Roms, zu vermachen.  Trotz der hohen Temperaturen im August ließ Maria auf einen großen Teil des Esquilin-Hügels Schnee fallen. Zugleich erschien sie in einen Traum getrennt dem Johannes, seiner Frau, und dem regierenden Papst Liberius und machte bekannt, dass sie die Erbschaft gnädig annehme und dass sie sich wünschte, dass eine Kirche an der Stelle gebaut werden sollte, die durch den wundersamen Schnee umrissen wurde. Der Papst antwortete mit einer Dankprozession, an der der ganze Klerus von Rom teilnahm. Zugleich schritt man zur Planung und Errichtung der Basilika. Die Königin des Himmels wollte von Rom aus herrschen. Rom, die ewige Stadt, sollte nicht nur die Stadt des Stellvertreters Christi auf Erden sein, sondern auch die Stadt Mariens.

Was Maria einst für das heidnische Rom getan hat, wird Sie wieder für das modernistische Rom tun, aber nicht durch die Großen dieser Welt.  Während die alten römischen Basiliken dank dem Erbe der römischen Adelsfamilien gebaut worden waren, deutet Maria in Fatima an, dass die Werkzeuge der Überwindung des modernistischen Roms die Kleinen und Demütigen sein werden. Sie erscheint drei kleinen Kindern in Fatima, um sie als Herolde Ihres unbefleckten Herzen zu benutzen zur Rückkehr des modernistischen Roms zum katholischen Rom. Die Rosenkränze von Millionen von Katholiken werden wie die Schneeflocken sein, die den Stellvertreter Christi bewegen werden,  dem Befehl der Königin gehorsam zu sein, nämlich Russland ihrem Unbefleckten Herzen zu weihen, um der Welt wieder den wahren Frieden  - die neue Pax Romana – zu bringen. Wir sollten diese treuen Kleinen sein, um die großen heiligen Maria (Santa Maria Maggiore) bei der Verwirklichung ihrer Pläne zu unterstützen durch den täglichen Rosenkranz, das Opfer der Wiedergutmachung und das Gebet für den Papst, damit er seine Pflicht erfülle.