Kultur des Todes in Minnesota

06. Februar 2023
Quelle: fsspx.news
Minnesota Capitol, Sitz der Regierung, des Senats und des Repräsentantenhauses

Der Senat des US-Bundesstaates Minnesota verabschiedete am 27. Januar 2023 einen Gesetzentwurf, mit dem das “Recht auf Abtreibung “zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft ohne Einschränkungen gesetzlich verankert werden soll. Die Senatoren verabschiedeten den Gesetzentwurf (H.F. 1) mit nur einer Stimme Mehrzahl. Der Gouverneur Tim Walz sollte den Gesetzentwurf unterzeichnen.

„Die Menschen in Minnesota befürworten keine freiwillige Abtreibung im dritten Trimester. Sie tun es schlichtweg nicht. Aber das ist es, was dieser extreme Gesetzentwurf in das Gesetz unseres Staates schreibt: das Recht, jedes Baby aus jedem Grund und zu jeder Zeit bis zur Geburt abzutreiben“, zeigt sich Cathy Blaeser, Co-Exekutivdirektorin der Minnesota Citizens Concerned for Life (MCCL) empört. „Nach diesem Gesetzentwurf genießen selbst Babys, die alt genug sind, um außerhalb der Gebärmutter zu leben und schreckliche Schmerzen zu empfinden, keinen Schutz vor tödlicher Gewalt. Der Extremismus von H.F. 1 stellt Minnesota in die gleiche Kategorie wie eine Handvoll Länder auf der ganzen Welt, darunter Nordkorea und China“, betont Blaeser weiter. 

H.F. 1, würde ein „Grundrecht“ auf Abtreibung schaffen und verlangen, dass Abtreibungen aus jedem Grund erlaubt sind. Dies selbst in der Spätschwangerschaft, wenn die Kinder mit Sicherheit Schmerzen empfinden können und die Risiken für die Frau extrem erhöht sind. Der Gesetzentwurf würde den Eltern auch das Recht verweigern, zu erfahren, wann ihre minderjährige Tochter eine Abtreibung vornehmen lässt. „Die fehlende Beteiligung der Eltern ermöglicht es den abscheulichsten Kriminellen - Menschen- und Sexhändlern -, sich hinter den Türen von nicht genehmigten und nicht inspizierten Abtreibungszentren zu verstecken“, stellt Cathy Blaeser fest. „Diese Menschenhändler freuen sich, dass diese Legislaturperiode mit Gesetzesentwürfen für extreme und uneingeschränkte Abtreibungen voranschreitet, die es ihnen ermöglichen, weiterhin mit ihren Opfern Handel zu treiben.“ 

Änderungsanträge, die H.F. 1 entschärft hätten, wurden abgelehnt: Schutz ungeborener Kinder im dritten Trimester, Schutz vor dem barbarischen Verfahren oder der Abtreibung durch Teilgeburt, Möglichkeit der Betäubung ungeborener Kinder bei Schmerzen und Schutz der Gesundheit von Frauen durch die Forderung, dass Abtreibungen im dritten Trimester im Krankenhaus durchgeführt werden müssen. Auch andere Gesetzentwürfe zur Ausweitung der Abtreibung wurden auf dem Kapitol eingebracht. Eine davon, H.F. 91/S.F. 70, würde zahlreiche Abtreibungsgesetze aufheben, darunter auch ein Gesetz zum Schutz von Neugeborenen, die eine Abtreibung überleben. 

Die katholischen Bischöfe der Diözesen von Minnesota hatten den Senat aufgefordert, den Gesetzentwurf nicht zu verabschieden, nachdem er die Zustimmung des Repräsentantenhauses des Bundesstaates erhalten hatte. Der nicht fassbare Geltungsbereich dieses Gesetzes zeigt, zu welcher Monstrosität die Abtreibungsmentalität führen kann. Eine „Zivilisation“, die derartige Auswüchse hinnimmt und exekutiert, ist in Wirklichkeit keine Zivilisation mehr: Sie ist nur noch selbstzerstörerische Barbarei.