Unsere Liebe Frau vom Guten Erfolg

06. Februar 2021
Quelle: fsspx.news
Unsere Liebe Frau vom Guten Erfolg, Quito

Das Fest Mariae Reinigung gedenkt des Augenblicks, als die Gottesmutter Jesus Christus in den Tempel brachte, um ihn entsprechend den alten Vorschriften des mosaischen Gesetzes über den erstgeborenen Sohn (Exodus 13) dem Herrn zu opfern.

Unser Herr, „der Erstgeborene aus den Toten“ (Röm 8,29), geht uns voraus – tot für die Sünde –, um den Weg zum Himmel zu öffnen.

Tatsächlich wurde Christus zum Sohn Marias, um uns vom Tod der Sünde zu erwecken und zum Leben der Gnade zurückzuführen durch sein eigenes Leben in unserer menschlichen Natur.  Und dies geschieht nicht einfach durch eine juristische Zuweisung, wie Martin Luther sagte, sondern durch eine wirkliche Eingliederung in Jesus Christus selbst, wodurch wir Glieder seines Mystischen Leibes werden (Rom 6 u. 12).

Maria, die Christus in den Tempel bringt, ist also Unsere Liebe Frau vom „Erfolg“ der Reinigung, oder um den spanischen Begriff „suceso“ besser zu übersetzen, Unsere Liebe Frau vom herrlichen und „guten Geschehen“ der Reinigung. Es ist in der Tat dieses Ereignis, das in offizieller Weise in der Heiligen Schrift das Drama unserer eigenen Erlösung eröffnet – der wahre und echte „Erfolg“ für uns.

Im Jahr 1594 begann die Gottesmutter eine Serie von Erscheinungen an Mutter Marianna de Jesus Torres, eine Ordenschwester in Quito, Ecuador, mit der Bitte, eine Statue anzufertigen und sie unter dem Titel „Unsere Liebe Frau vom Guten Erfolg der Reinigung“ anzurufen.

Die Gottesmutter sagte viele historische Ereignisse dieser Provinz Spaniens in Südamerika voraus und versprach, dass sie den Konvent regieren würde. Aber was diesen Titel so auffällig macht, ist das in der Geschichte der Neuzeit einzigartige Gute Ereignis, das sich in der Geschichte Ecuadors ereignete.

Unter der Präsidentschaft des „katholischsten aller Präsidenten“ Garcia Moreno wurde das Land Ecuador unter der geistlichen Leitung von Erzbischof Ignacio Checa am 25. März 1875 feierlich dem Heiligsten Herzen Jesu geweiht.

Dieses gute Ereignis war von Missionaren vorbereitet worden, die auf besonderen Wunsch des Präsidenten die Verehrung des Heiligsten Herzens in jedem Winkel Ecuadors predigten. So tat Ecuador im 19. Jahrhundert, was Frankreich im 17. nicht tun wollte.

Diesem Ereignis folgten zwei weitere. Der Präsident wurde der internationalen Freimaurerei so verhasst, dass sein Tod in den europäischen Logen verordnet wurde. Schon im nächsten Jahr wurde er getötet, wobei er die Rufe seines Mörders „Stirb, du Feind der Freiheit“ mit den Worten „Gott stirbt nie“ beantwortete.

Nach dem Martyrium von Garcia Moreno wurde Erzbischof Ignacio Checa, der religiöse Führer dieses guten Ereignisses, im folgenden Jahr am Karfreitag vergiftet und starb. Die Rachsucht der Freimaurer veranlasste sie, der Kirche einen schweren Schlag zu versetzen.

Wie kann man von einem guten Erfolg sprechen? Normalerweise betrachten wir eine Begebenheit als gut, wenn sie erfolgreich ist. Aber in den Augen Gottes ist der wahre Erfolg derjenige, der unsere Seele nach dem Bild seines Sohnes formt und uns eine große Belohnung im Himmel bereitet. Garcia Moreno und Erzbischof Checa wurden zu wahren Nachahmern des Heiligsten Herzens und gewannen die Krone der Märtyrer.

Folgen wir der Führung Unserer Lieben Frau vom Guten Erfolg, um unsere Feinde zu besiegen und eine große Belohnung im Himmel zu erlangen. Der tägliche Rosenkranz wird sowohl unsere Schule als auch unsere Waffe sein. Ave Maria!