Israel: Umstrittene Ausstellung über Christus in Haifa

Quelle: FSSPX Aktuell

Jani Leinonen (Finnland), der Autor der umstrittenen Ausstellung im Kunstmuseum von Haifa

Im Rahmen einer Ausstellung über ‚Das Konsumverhalten der israelischen Gesellschaft‘ stellt das Kunstmuseum von Haifa (Israel) derzeit blasphemisches Bildmaterial aus, welches den gekreuzigten Christus mit Werbeplakaten darstellt. In einer Stellungnahme vom 12. Januar 2019 forderte das Lateinische Patriarchat von Jerusalem die jüdische Stadtverwaltung auf, die Bilder unverzüglich zu entfernen. Der Bürgermeister von Haifa versprach, der Aufforderung nachzukommen.

In einer gemeinsamen Erklärung mit Repräsentanten anderer christlicher Konfessionen verlangte der Apostolische Administrator des Lateinischen Patriarchats, Pater Pierbattista Pizzaballa, von den Verantwortlichen in der Stadtverwaltung und in der Organisation eine offizielle Entschuldigung.

Das Museum zeigt Bilder der Kreuzigung, in welchen das Leiden des Gottessohnes in schockierender Weise mit Namen von Fastfood-Ketten oder Spielzeugfirmen in Verbindung gebracht wird. In einer offiziellen Stellungnahme vom 17.1.2019 versprach der Bürgermeister von Haifa, Einat Kalish Rotem, die ‚Werke‘ baldmöglichst entfernen zu lassen. 

Bisher haben die großen Medien nur knapp über diese enttäuschenden Geschehnisse berichtet. Doch wie hätten sie reagiert, hätte man in einer französischen Stadt eine Ausstellung organisiert, in deren Rahmen das Judentum oder der Islam mitsamt seinem Gründer verspottet worden wäre?

„Zweierlei Gewichte oder Maße, ein Greuel vor dem Herrn sind beide“ (Sprüche Kap. 20, Vers 10). In diesem Zusammenhang lohnt es sich, über dieses Bibelzitat nachzudenken.